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Produktempfehlung Veröffentlicht: · Aktualisiert:

Unbequeme Sicherheitsschuhe? ARTRA-Modelle für breite Füße

Warum Sicherheitsschuhe drücken, wie sich Länge und Breite unterscheiden und wann ARTRA-Modelle mit 12 oder 12,5 cm breiter Zehenschutzkappe besser passen können.

Einkaufsverantwortlicher und Arbeitsschutzfachkraft vergleichen Sicherheitsschuhe, Handschuhe und Augenschutz in einer Maschinenbauwerkstatt
Jede tätigkeitsbezogene Ausstattung wird aus Maschine, Material, Umgebung und Tragedauer abgeleitet. Abbildung dient der Veranschaulichung.

„Der Schuh drückt vorn“ ist eine der häufigsten Rückmeldungen zu Sicherheitsschuhen. Das ist keine Kleinigkeit: Druckstellen mindern Konzentration und Trageakzeptanz, und ein ungetragener Schuh schützt nicht. Häufig liegt das Problem nicht an der Nennlänge, sondern an Leistenbreite, Zehenraum und Volumen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Fußlänge und Fußbreite sind getrennte Maße; eine größere Länge ersetzt keinen passenden breiten Leisten.
  • Sicherheitsschuhe immer mit den tatsächlich verwendeten Socken und möglichst nach Belastung anprobieren.
  • ARTRA-Modelle mit anatomisch geformtem, breiterem Zehenbereich können für breite Füße eine geeignete Ausgangsbasis sein.
  • Wenn die Gefährdungsbeurteilung keinen Zehenschutz verlangt, kann ein Berufsschuh nach EN ISO 20347 mehr Gestaltungsfreiheit bieten.
  • Für betriebliche Beschaffung sind Größenprobe und dokumentierter Trageversuch sinnvoller als eine pauschale Größenregel.

Warum drückt der Sicherheitsschuh, obwohl der Straßenschuh passt?

Die Zehenschutzkappe aus Metall oder nichtmetallischem Werkstoff verformt sich nicht wie ein weiches Straßenschuh-Obermaterial. Ihr Rand kann genau im Bereich der Zehengrundgelenke liegen. Zusätzlich verändert sich das Fußvolumen im Verlauf einer langen stehenden oder gehenden Schicht. Eine kurze Anprobe am Morgen bildet diese Belastung häufig nicht ab.

Ist ein Schuh in der Länge ausreichend, drückt aber seitlich, führt die nächste Größe oft nur zu Fersenschlupf. Dann wird ein anderer Leisten, mehr Zehenraum oder eine andere Volumenausführung benötigt.

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Länge und Breite sind unterschiedliche Maße: Häufig wird kein längerer, sondern ein breiterer Zehenraum benötigt.

Größe und Passform fachgerecht prüfen

  • Beide Füße messen: Länge, Ballenbreite und gegebenenfalls Spannhöhe erfassen; den größeren Fuß berücksichtigen.
  • Mit Arbeitssocken testen: Materialstärke und Feuchtemanagement beeinflussen den Sitz.
  • Ausreichender Zehenraum: Zehen dürfen die Kappe weder vorn noch seitlich berühren; gleichzeitig muss die Ferse stabil bleiben.
  • In Bewegung prüfen: Gehen, Beugen, Treppensteigen und die typische Arbeitshaltung simulieren.
  • Nach mehreren Stunden bewerten: Ein strukturierter Trageversuch zeigt Druckstellen und Fersenschlupf zuverlässiger als eine Minutenprobe.

Eine halbe Größe mehr kann bei bestimmten Modellen und Fußformen hilfreich sein, ist aber keine allgemeingültige Regel. Leisten unterscheiden sich zwischen Herstellern und Baureihen; die tatsächliche Anprobe bleibt entscheidend.

ARTRA: Modelle mit großzügigem Zehenraum vergleichen

ARTRA positioniert mehrere Baureihen mit anatomisch gestaltetem Zehenbereich. Für breite Füße können insbesondere die AROSIO- und AROSERIO-Modelle einen sinnvollen Startpunkt für die Größenprobe darstellen. Prüfen Sie stets die aktuelle Herstellerdokumentation und das konkrete Modell – Marketingangaben zur Breite ersetzen keine individuelle Passformprüfung.

  • AROSIO 730 S3 ESD: Halbschuh mit Zehenschutz und Durchtrittschutz für Tätigkeiten, die diese Schutzklasse erfordern.
  • AROSERIO 750 S3 ESD: knöchelhohe Ausführung derselben Produktfamilie.
  • AROSIO 730 O2 FO ESD und AROSERIO 750 O2 FO ESD: Berufsschuhe ohne Zehenschutzkappe für Tätigkeiten, bei denen die Gefährdungsbeurteilung keinen Zehenschutz verlangt.

ESD-Eigenschaften sind nur als Teil eines abgestimmten Systems aus Schuhwerk, Boden und Erdung wirksam. S3 und O2 sind nicht austauschbar: S3 fällt unter EN ISO 20345 und besitzt Zehenschutz; O2 fällt unter EN ISO 20347 und darf nur gewählt werden, wenn der erforderliche Schutz damit erfüllt ist.

Für betriebliche Bestellungen organisieren wir eine Vorauswahl und Größenprobe. Senden Sie uns Tätigkeiten, Boden, Schichtdauer und Größenstruktur über die Angebotsanfrage.

Häufige Fragen

Ist immer eine halbe Größe mehr erforderlich?

Nein. Das kann ein Startpunkt sein, aber Fersenhalt, Zehenraum, Breite und Volumen entscheiden. Bei Fersenschlupf ist oft ein breiterer Leisten statt eines längeren Schuhs nötig.

Wie erkenne ich einen breiten Fuß?

Wiederkehrender seitlicher Druck, hervortretendes Obermaterial am Ballen und Fersenschlupf bei ausreichend langen Schuhen sind Hinweise. Eine Messung und der Vergleich mehrerer Leisten liefern die verlässlichere Antwort.

Was passiert, wenn die Größe nicht passt?

Nehmen Sie über unsere Kontaktmöglichkeiten Verbindung auf. Bei Firmenbestellungen reduziert ein geplanter Trageversuch spätere Größenwechsel.

Die Schutzklassen erläutert unser Sicherheitsschuh-Leitfaden. Die unten empfohlenen Modelle können direkt in eine Anfrage übernommen werden.

Quelle für Produkteigenschaften: ARTRA Herstellerinformationen. Passformempfehlungen sind fachliche Ausgangspunkte; die Schutzklasse ergibt sich aus der betrieblichen Gefährdungsbeurteilung.

Im Leitfaden empfohlene ARTRA-Modelle

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